Betrüger ergaunern Geld mit gefälschter Website

Eigentlich wollte sie nur einen Tischgrill bestellen – am Ende wurde eine Frau aus dem Kreis Gifhorn betrogen. Wie die Polizei berichtet, fand sie im Internet eine Webseite, die der eines Discounters sehr ähnlich sag. Dort bestellte sie einen Tischgrill und bezahlte per Visa-Karte. Sarah Schild aus der Radio38-Aktuell-Redaktion, einen Grill bekam sie aber nicht geliefert?

Nein, stattdessen sah sie auf der Kreditkartenabrechnung, dass die Zahlung unter dem Namen eines anderen Unternehmens aufgeführt war. Bei dieser Firma rief sie an. Bei dem Telefonat stellte sich heraus, dass sie schon die fünfte Person an dem Tag war, die sich wegen einer entsprechenden Abbuchung meldete. Laut bisherigen Erkenntnissen wurde der Firmenname von noch unbekannten Tätern verwendet, um die Zahlungen zu verschleiern. Das Konto, auf das das Geld einging, gibt es inzwischen nicht mehr. Die Ermittlungen dauern an.

In dem Zusammenhang gibt die Polizei Tipps, um sich vor solchen betrügerischen Webseiten zu schützen – mehr Infos gibt es hier:

Die Polizei rät, beim Einkauf im Internet auch bei vermeintlich bekannten Anbietern genau auf die aufgerufene Internetadresse zu achten. Gefälschte Verkaufsseiten orientieren sich stark am Erscheinungsbild etablierter Unternehmen und lassen sich teilweise kaum vom Original unterscheiden. Die Domain, also die Internetadresse, weicht mitunter nur durch einzelne Buchstaben oder zusätzliche Zeichen von der echten Adresse ab. Wer über eine Werbeanzeige, einen Link in einer E-Mail oder einen Beitrag in sozialen Netzwerken auf ein Angebot aufmerksam wird, sollte die Internetadresse des Händlers möglichst selbst in den Browser eingeben. Auffallend günstige Preise, sprachliche Fehler, fehlende oder widersprüchliche Angaben im Impressum und ungewöhnliche Zahlungswege können weitere Hinweise auf einen Fake-Shop sein. Vor einer Bestellung empfiehlt es sich außerdem, den Namen des Anbieters zusammen mit Begriffen wie „Erfahrungen“ oder „Fake-Shop“ zu suchen und die Internetadresse mithilfe des Fakeshop-Finders der Verbraucherzentrale zu überprüfen.

Nach einer verdächtigen Kreditkartenzahlung sollten Betroffene unverzüglich ihre Bank oder das Kreditkartenunternehmen kontaktieren, die Karte gegebenenfalls sperren lassen und die Möglichkeiten einer Rückbuchung prüfen. Für eine Anzeige sollten die genaue Internetadresse, Bestell- und Zahlungsbestätigungen, E-Mails, Screenshots sowie die Angaben auf der Kreditkartenabrechnung gesichert werden.