Seit einiger Zeit sickert Salzwasser in das Atommülllager Asse im Kreis Wolfenbüttel sein – wie berichtet haben die Betreiber im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass das Wasser neue, unbekannte Wege nehme. Doch nun gibt es erste Erfolge bei der Suche, so die BGE. Sarah Schild aus der Radio38-Aktuell-Redaktion mit den Einzelheiten:
Unter der alten Auffangfolie wurde gebohrt, dabei ist die BGE auf einen Salzwasserstrom gestoßen. Durch den Gebirgsdruck wurde die Auffangfolie verschoben, daher fließt das Salzwasser wohl nicht mehr zur Hauptauffangstelle. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie und das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung hatten weitere Untersuchungen freigegeben, in einer Bohrung nach 36 Metern wurde ein Wasserstrom gefunden. In einer Woche wurden daraus etwa 55 Kubikmeter Wasser abgepumpt – man sei vorsichtig optimistisch, aber durchatmen könne man erst, wenn die Zuflussmengen in einer bestimmten Gleitbogenausbaustrecke zurückgehen, so Vorsitzende der BGE-Geschäftsführung Iris Graffunder laut Mitteilung. Der Salzversatz dort gebe aber noch Wasser ab, also könne das noch dauern.
Aktuell wird das abgepumpte Wasser ins Speicherbecken der früheren Hauptauffangstelle geleitet. Der Strahlenschutz untersucht es radiologisch, dann wird das Salzwasser nach über Tage gepumpt und an die Chemieindustrie abgegeben.
