Wie kann man in Zeiten des Klimawandels und der Wasserknappheit Wasser sparen? Das Forum Wasser aus dem Kreis Gifhorn setzt sich mit genau dieser Frage auseinander. Aktuell werden beispielsweise im Projekt „HypoWave +“ in Weißenberge Maßnahmen erarbeitet.
Dort wird Wasser für den sogenannten hydroponischen Gemüseanbau aufbereitet. Dafür wurde ein Folienhaus errichtet, in dem auf 1.600 m² Fläche Tomaten angebaut werden können. So berichtet es der Landkreis. Diese werden mit einem innovativen Bewässerungssystem versorgt, mit dem das Wasser wiederverwendet werden kann. Das aufbereitete Wasser ist fast frei von Schadstoffen oder Keimen, beinhaltete aber gleichzeitig genügend Nährstoffe wie Frischwasser. Das Wasser wird durch verschiedene Filterschichten – beispielsweise durch Aktivkohle oder Sand – geführt und mit UV-Stahlen desinfiziert. So können bis zu 20 Kubikmeter Wasser pro Stunde aufbereitet werden. Die Projektbeteiligten gehen davon aus, dass das Verfahren eine Investition in die Zukunft sei. Künftig könnte man mit dem aufbereiteten Klärwasser auch Felder beregnen.
Derzeit arbeite das Projekt mit einer Duldung, rechtlich geregelt ist die Aufbereitung in Deutschland noch nicht. Dennoch ist langfristig geplant, die Gemüseproduktion auf vier Hektar zu erweitern.
