Mehr als eine Million Euro soll ein Mitarbeiter des Sozialgerichts Braunschweig aus der Landeskasse auf sein eigenes Konto umgeleitet haben. Jetzt steht seine Strafe fest. Viereinhalb Jahre Haft wegen Untreue in einem besonders schweren Fall – so das Urteil des Landgerichts Braunschweig. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe im Prozess bereits eingeräumt. In seiner Position in der Geschäftsstelle des Sozialgerichts war der Mann unter anderem mit dem Bezahlen von Anwälten bei der Prozesskostenhilfe betraut. Diverse Auszahlungen im Haushaltswirtschaftssystem überwies er seit Januar 2015 auf das gemeinsame Konto mit seiner Ehefrau. Seine Frau wurde wegen Geldwäsche zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig. Es kann Revision eingelegt werden.
