Herdenschutz vor dem Wolf im Kreis Helmstedt

Der Wolf ist zurück – auch im Kreis Helmstedt kommt es immer wieder zu Wolfsrissen, teilte die Verwaltung mit. Herdenschutz werde daher immer wichtiger, nicht nur um Schafe, Pferde oder Rinder zu schützen, sondern auch, um die Akzeptanz des Wolfes in der Kulturlandschaft zu sichern. Sarah Schild aus der Radio38-Aktuell-Redaktion, welche Schutzmaßnahmen gibt es?

Da es im Kreis Helmstedt zuletzt wiederholt zu Wolfsrissen gekommen sei, wurde eine Allgemeinverfügung zur Wolfsentnahme erlassen – diese erlaubt es, unter bestimmten Voraussetzungen Wölfe zu töten, wenn sie nachweislich wiederholt Nutztiere gerissen haben. Gleichzeitig fordert der Kreis zum Herdenschutz auf, etwa mit elektrifizierten Herdenschutzzäunen. Wegen der hohen Kosten würden solche Schutzmaßnahmen aber viele Nutztierhalter vor große Herausforderungen stellen. Daher arbeiten Behörden, Landwirtschaft und Naturschutzorganisationen zusammen, um praktische Lösungen zu finden. Von Bund und Land beispielsweise gibt es Fördermittel, um die Anschaffung von Herdenschutzzäunen und -hunden zu bezuschussen.

Weitere Infos zum Herdenschutz und den Fördermöglichkeiten gibt es hier:

Alle Informationen zu Anforderungen an den Herdenschutz sowie die Antragsunterlagen und eine Ausfüllhilfe finden Sie auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Link auch über: www.landkreis

helmstedt.de/richtlinie-wolf).

Antworten auf praktische Fragen zur wolfssicheren Ausführung von Weidezäunen gibt die kostenlose Broschüre „Sichere Weidezäune“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. (Link auch über: www.landkreis-helmstedt.de/wolfsschutzzaun).

Für Rückfragen steht die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Helmstedt unter naturschutzbehoerde@landkreis-helmstedt.de gerne zur Verfügung.