Versuchter Mord, schwerer Raub, Verstoß gegen das Waffengesetz – so lauten die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen die Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette vor dem Landgericht Verden. Gestern wurde die Schlussphase des Prozesses mit dem Plädoyer der Staatsanwältin begonnen. Die Angeklagte hatte sich nicht zu den Vorwürfen geäußert. Um sich schuldig zu machen, würden allerdings auch die Beweise in ihrer Wohnung ausreichen, so die Staatsanwältin. Dort wurden bei der Festnahme Klettes unter anderem Waffen, Geld und Beweisstücke von den Überfällen gefunden. Gemeinsam mit zwei Komplizen hatte die heute 67-Jährige mehrere Kassenbüros und Geldtransporter unter anderem in Wolfenbüttel ausgeraubt. Am Mittwoch soll die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer fortführen, dann auch ein Strafmaß fordern. Als nächstes stehen die Schlussreden von zwei Nebenklägern an, dann folgen die der Verteidigung. Das letzte Wort wird Daniela Klette selbst haben, bevor Ende Mai ein Urteil erwartet wird. Es droht eine lange Haftstrafe, außerdem steht ihr noch ein weiterer Prozess im Zusammenhang mit ihrer Rolle bei der RAF bevor.
