Angebote für leicht verdientes Geld erscheinen für viele Menschen eine verlockende Einnahmequelle – sehr häufig haben aber Kriminelle ihre Finger im Spiel. Die Polizei Goslar warnt nun eindringlich davor, sich auf solche dubiosen Machenschaften einzulassen. Marie Knoblauch aus der Radio38-Aktuell-Redaktion, wer ist die Zielgruppe der Betrüger und wie gehen sie vor?
Vor allem auf junge Menschen haben es die Kriminellen abgesehen, die etwa neben dem Studium, schnelles Geld verdienen wollen, so Thomas Kirchner, er ist verantwortlich für die Kriminalprävention der Polizei Goslar. Dabei werden potentielle Opfer von den Betrügern direkt angeschrieben. Ihnen werden für die Erfüllung einfacher Aufgaben teilweise beträchtliche Beträge angeboten – ohne Arbeitsaufträge etc. näher zu beschreiben. Letztendlich geht es den Betrügern jedoch nur darum, das Konto der betroffenen Person für illegale Geldbewegungen zu nutzen, so Kirchner. Wer sich darauf einlässt, fungiere als sogenannter Finanzagent – und mache sich ebenfalls strafbar.
Weitere Tipps und Hinweise dazu gibt es hier:
Über Messenger-Dienste oder per E-Mail locken Kriminelle mit leicht verdientem Geld – und nutzen die Leichtgläubigkeit ihrer Opfer aus. Die Polizei Goslar warnt nun eindringlich davor, sich darauf einzulassen. Ein aktuell kursierendes Szenario ist ein Kontakt über die Sozialen Medien. Dabei erhalten Nutzer von Unbekannten Einladungen, einer WhatsApp-Gruppe beizutreten. Dort werden ihnen für die Erfüllung einfacher Aufgaben teilweise beträchtliche Beträge angeboten, ohne Arbeitsaufträge etc. näher zu beschreiben. Unter einem Vorwand werden die Opfer dazu gebracht, ihr eigenes Konto für Transaktionen zur Verfügung zu stellen bzw. freizugeben.
Zielgruppe der Betrüger seien vor allem junge Menschen, denen ein schnelles Geld, etwa neben dem Studium, winke, so Thomas Kirchner, verantwortlich für die Kriminalprävention der Polizei Goslar. „Letztendlich geht es den Kriminellen
lediglich darum, das Konto der betreffenden Person für illegale Geldbewegungen
zu nutzen. Dies erfolgte in der Vergangenheit über Links und falsche Werbung per
E-Mail. Nun hat sich das Tätigkeitsfeld der Betrüger erweitert, indem die
potentiellen Opfer direkt angeschrieben werden.“ Wer sich darauf einlasse, fungiert als sogenannter Finanzagent und mache sich ebenfalls strafbar.
„Finanzagenten transferieren aus Straftaten erlangte Gelder zwischen
verschiedenen Zahlungskonten – meist im Ausland – und verdienen dabei eine
Provision. So ermöglichen sie organisierten Banden, Geld zu waschen und weltweit
zu transferieren. Dafür drohen Strafverfahren wegen Beihilfe zum Betrug und
Geldwäsche in Tatbegehung als Bande, was die Strafe nochmal deutlich erhöhen
kann. Auch Schufa-Einträge oder die Sperrung bei der Bank sind möglich“, so Kirchner weiter. Wenn einem per E-Mail oder über die Sozialen Medien ein lukratives Angebot unterbreitet werde, bei dem man unüblich viel Geld für geringe Leistung verdiene, könne man davon ausgehen, dass dieses Angebot nicht seriös ist.
Der Präventionsexperte rät: „Antworten Sie nicht auf solche dubiosen Angebote und stellen Sie keinen Kontakt zum Absender her. Hüten Sie sich davor, Ihr Konto zur Abwicklung von Zahlungen zur Verfügung zu stellen und lassen Sie sich nicht von verlockenden Provisionen blenden. Und denken Sie stets daran: niemand hat Geld zu verschenken, erst recht nicht Personen, die ich gar nicht kenne!“
Um schon im Vorfeld gegen Einladungen in den Messenger-Diensten gewappnet zu sein, kann man in den WhatsApp-Einstellungen unter Datenschutz im Menü Gruppen die Option „Meine Kontakte“ aktiveren. Damit werde sichergestellt, dass ausschließlich Personen aus dem eigenen Adressbuch die Nutzer zu Gruppen hinzufügen können.
Weitere Tipps und Hinweise finden sich auf der Seite der polizeilichen
Kriminalprävention und bei Europol:
https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/finanzagenten/
https://www.europol.europa.eu/cms/sites/default/files/documents/eflyer_at.pdf
