Kichererbsen – Anbau des Super-Food ist stark gefährdet

Die Kichererbse ist ein beliebtes Super-Food und wird inzwischen auch in Deutschland angebaut. Doch Braunschweiger Forscher des Leibniz-Instituts DSMZ haben aber festgestellt, dass der Anbau durch bestimmte Pflanzenviren stark gefährdet ist. Das teilte das Institut mit. Sarah Schild aus der Radio38-Aktuell-Redaktion weiß mehr:

Ein Forschungsteam hat in Deutschland angebaute Kichererbsen auf bestimmte Infektionen untersucht und konnte tatsächlich nachweisen, dass die Hülsenfrüchte tatsächlich mit Viren befallen sind. Über zwei Jahre hat das Team zusammen mit Experten des Julius-Kühn-Instituts und dem Leibniz-Institut für Agrarlandschaftsforschung verschiedene Kirchererbsenfelder in Deutschland untersucht. Dabei entdeckten sie ein Virus, dass noch etwa bei Erbsen auftritt und für erhebliche Ernteausfälle sorgt. Besonders auffällig waren aber die Mehrfachinfektionen, wo die Pflanzen von mehreren Viren betroffen waren – das zeigt, dass die Kichererbse hierzulande einem hohen Infektionsdruck ausgesetzt ist, vor allem beim Anbau in der Nähe von Erbsenfeldern. Anhand der Studie könnten widerstandsfähigere und virusresistente Kichererbsen entwickelt werden.