Lies sieht VW auf „schmerzhaftem Weg“

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sieht VW nach der Einigung auf einen verschärften Sparkurs am Anfang „eines langen, eines harten und an manchen Stellen ehrlicherweise auch schmerzhaften Weges“. Das sagte der SPD-Politiker heute in einer Regierungserklärung im Landtag. Die Einigung sei ein großer Erfolg, man habe eine Eskalation abgewendet. Niemand solle aber daraus den Schluss ziehen, dass alle schwierigen Fragen beantwortet seien. Volkswagen stehe vor einer der größten Veränderungen seiner Geschichte. Der Aufsichtsrat des Autoherstellers hatte sich vergangene Woche nach einer wochenlangen Auseinandersetzung einstimmig auf einen „Zukunftsplan“ geeinigt. Dieser sieht unter anderem vor, dass die Produktion auf neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr sinken soll. Die operative Umsatzrendite soll zugleich auf neun Prozent gesteigert werden. Weltweit sollen in den kommenden Jahren unter anderem 50.000 Stellen wegfallen – zusätzlich zu den bisherigen Abbauprogrammen im Konzern. Vorrangiges Ziel müsse es sein, eine wettbewerbsfähige industrielle Zukunft zu entwickeln, so Lies. Standorte dürften nicht vorschnell aufgegeben oder aus der automobilen Wertschöpfung herausgedacht werden. Für Emden, Hannover und Zwickau heiße das ganz konkret: Das Volkswagen-Schild solle an den Werken dranbleiben, so Lies.