RAF-Prozess: Überfall in Wolfsburg im Fokus

Tag 28 im Prozess gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette. Am Mittwoch war vor dem Landgericht Verden ein gescheiterter Überfall auf einen Geldtransporter in Wolfsburg vor zehn Jahren im Fokus. Ausgesagt haben zwei Angestellte, die in dem Transporter saßen.

Während einer der beiden kaum psychisch belastet war, leidet der zweite Sicherheitsmitarbeiter noch bis heute unter massiven Angstzuständen – er könne laut Aussage nicht einmal alleine einkaufen. Er sei nach dem Überfall teilweise arbeitsunfähig und in einer psychiatrischen Klinik gewesen. Der zweite Zeuge habe sich gefühlt, als sei er in einem Film, so der 37-Jährige, der mit einer Pistole bedroht worden war. Klette und ihre Komplizen sollen bei dem Überfall mit Schnellfeuergewehr, Pistole und einer Panzerfaust-Attrappe bewaffnet gewesen sein, erbeuteten aber nur die Waffe des Geldboten und kein Geld. Eine Stimme soll laut Zeugenaussage bei dem Überfall weiblich gewesen sein. Klette selbst schwieg im Gerichtssaal. Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt.