Am Mittwochmorgen (06. Mai) startete eine Großrazzia in nahezu ganz Deutschland gegen rechtsextreme Jugendorganisationen – im Fokus standen auch Gebäude in Braunschweig sowie den Landkreisen Goslar und Helmstedt. Das teilte die Bundesanwaltschaft mit.
Insgesamt richtet sich der Einsatz gegen 36 Beschuldigte, die zwei rechtsextremistischen Gruppen zugehörig sein sollen. Ihnen wird vorgeworfen, kriminelle Vereinigungen gebildet zu haben, die seit Mitte 2024 bundesweit arbeiten. Laut den Ermittlern vernetzen sich die meist jungen Mitglieder über soziale Medien und rufen dort zu Gewalt, vor allem gegen politische Gegner auf. Es soll auch bereits gezielte Angriffe gegeben haben, bei denen Opfer zum Teil schwer verletzt wurden. Bei der Razzia wurde bislang niemand festgenommen – allerdings wurden Beweismaterialien sichergestellt. Bundesweit waren über 600 Einsatzkräfte an den Durchsuchungen beteiligt. Im nächsten Schritt sollen nun die gefundenen Datenträger und Dokumente ausgewertet werden.
