Rote und gelbe Karten gibt es im Landkreis Wolfenbüttel nicht nur beim Fußball, sondern auch an den Biotonnen. Wer in Zukunft solch eine Karte an seiner Tonne findet, sollte sich nochmal deren Inhalt anschauen, so die Kreisverwaltung.
Um die Umwelt zu schützen und die Qualität der Bioabfallverwertung zu sichern hat der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Wolfenbüttel seine Kontrollen verstärkt. Mit den neuen Anhängern sollen die Bürgerinnen und Bürger direkt und unkompliziert auf einen Blick sehen, ob und in welchem Ausmaß die Tonne falsch befüllt wurde. Die Gelbe Karte ist eine Verwarnung, wenn Störstoffe wie Plastik oder Metall in der Tonne entdeckt wurden, diese aber trotzdem geleert wurde. Bei einer Roten Karte wurde die Tonne nicht geleert – entweder, weil sie erneut falsch befüllt wurde oder besonders viele Fehlwürfe darin sind. Einfache verständliche Symbole auf den Karten zeigen, was alles in die Biotonne gehört und was nicht.
Grund für die verschärften Kontrollen ist die neue Bioabfallverordnung, die seit Mai gilt. Kommunale Versorger sind dadurch zu häufigen und genauen Kontrollen verpflichtet.
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Bioplastikbeutel: Kein Vorteil für die Umwelt
Besonders häufig landen sogenannte kompostierbare Plastiktüten im Bioabfall – doch das ist ein Problem. Auch wenn die Verpackung einen „biologisch abbaubaren“ Eindruck erweckt, zersetzt sich das Material nicht schnell genug, um im Kompostwerk verarbeitet zu werden. Die Folge: zusätzlicher Sortieraufwand, Störungen im Ablauf und Verunreinigung des fertigen Komposts. Daher wurden diese bereits in der Abfallbewirtschaftungssatzung als unzulässig ausgeschlossen.
Stattdessen gilt: Bioabfälle am besten in Zeitungspapier oder in kompostierbaren Papiertüten sammeln.
Gesetzliche Vorgaben und moderne Technik führen zu mehr Kontrollen
Grundlage für die verschärften Maßnahmen ist die neue Bioabfallverordnung, die im Mai 2025 in Kraft getreten ist. Sie verpflichtet kommunale Entsorger zu häufigeren und genaueren Kontrollen. Deshalb wird der ALW die Biotonnen künftig vermehrt prüfen – auch mithilfe eines speziell ausgerüsteten Fahrzeugs, das Fremdstoffe per Künstlicher Intelligenz erkennen kann.
Maßnahmen gegen wiederholt falsch befüllte Tonnen wurden bereits in die Abfallbewirtschaftungssatzung mit aufgenommen. Bei wiederholten Verstößen können diese sogar mit einer Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
Service für Bürgerinnen und Bürger
Für Fragen rund um die richtige Mülltrennung unterstützt die Abfallberatung des ALW: Hotline: 05331 84-999, E-Mail: alw@lk-wf.de. Weitere Informationen unter www.alw-wf.de
