„Das Sozialverhalten entspricht den Erwartungen“ – Sätze wie dieser sollen in Zukunft nicht mehr auf Schulzeugnissen stehen. Der Landesschülerrat Niedersachsen fordert die Abschaffung der Kopfnoten, heißt es in einer Mitteilung. Gerade bei besonderem Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung sei die Kopfnote ein Problem. Denn der Bedarf ist im Zeugnis nicht zu finden, damit niemand stigmatisiert werden kann. Das Arbeits- und Sozialverhalten werde aber weiterhin bewertet, und das ohne die Hintergründe zu erklären, sagt Matteo Feind, Vorsitzender des Landesschülerrats Niedersachsen, gegenüber Radio38:
Statt der Kopfnoten solle lieber über die individuelle Entwicklung der Schülerinnen und Schüler berichtet werden. In einem solchen Leistungsbericht könnten die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen aufgenommen werden, heißt es weiter. Eine standardisierte Bewertung unter ungleichen Voraussetzungen sei demgegenüber nicht fair.
