Terrorverdacht gegen einen Mann aus Salzgitter: Der 35-Jährige muss sich seit heute vor dem Oberlandesgericht Celle verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft dem mutmaßlichen Mitglied der Hisbollah vor, das Drohnenprogramm der Schiitenmiliz logistisch unterstützt zu haben. Der Mann soll seit 2022 zunächst von Spanien aus und später aus Deutschland im Auftrag der Hisbollah Komponenten und Materialien für den Bau von Drohnen im Wert von rund 1,4 Millionen Euro beschafft haben, hieß es bei der Verlesung der Anklage. Dem zuletzt in Salzgitter wohnhaften Familienvater werden rund 50 Einzeltaten vorgeworfen.
Das erklärte Ziel der Schiitenmiliz sei die Vernichtung Israels, sie befürworte den Einsatz von Gewalt nicht nur gegen militärische Ziele, sondern auch gegen Zivilisten.
Der 35-Jährige wurde im Sommer 2024 in Salzgitter festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind Verhandlungstermine zunächst bis August angesetzt.
