Am Donnerstag, 03.09.2026, um 18:00 Uhr
Location: Zonengrenzmuseum
Anschrift: Südertor 6
38350 Helmstedt
Am Donnerstag, 3. September 2026, 18:00 Uhr, spricht der Zeithistoriker Justus Vesting aus Halle (Saale) über das Leben im Todesstreifen – Grenzgesellschaft im Harzort Stapelburg im Zonengrenzmuseum Helmstedt, Südertor 6, 38350 Helmstedt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Stapelburg, ein kleines Dorf im Nordharz, lag 40 Jahre lang nur wenige Meter von der innerdeutschen Grenze entfernt und damit unmittelbar an der Nahtstelle zwischen Ost und West im Kalten Krieg. Immer unter Beobachtung von westdeutschen Grenztouristen und zusätzlich geteilt durch den Grenz- und Signalzaun, unterscheidet sich Stapelburg in mancherlei Hinsicht von anderen Grenzorten.
Eine Studie des Instituts für Landesgeschichte beim Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt hat sich mit Leben und Alltag in dem Harzort beschäftigt und aus Archiven, Zeitzeugeninterviews und archäologischen Grabungen erstaunliche Entdeckungen und berührende Geschichten zu Tage gebracht. Justus Vesting hat wichtige Abschnitte der umfassenden Studie verfasst. Im Zonengrenzmuseum wird er die wichtigsten Ergebnisse des Buches vorstellen.
Justus Vesting, M.A., ist Wissenschaftlicher Referent für das Grüne Band am Institut für Landesgeschichte, das dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt angegliedert ist. Zuvor war er u. a. für die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn, die Theologische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Gedenkstätte ROTER OCHSE in Halle (Saale) tätig.
