Amsel, Drossel, Fink und Star – wie steht es um die Vogelschar? Um das herauszufinden, ruft der NABU zusammen mit dem LBV wieder zur „Stunde der Gartenvögel“ auf. Vom 08. bis zum 10. Mai sind alle dazu aufgerufen, eine Stunde lang Vögel zu zählen und die Beobachtungen mitzuteilen. Mitmachen kann jeder, Vorkenntnisse sind laut Mitteilung nicht nötig. Jede Meldung helfe weiter, egal ob aus dem Wald oder mitten aus der Stadt. So erhalte man Erkenntnisse darüber, welche Arten hier leben und wo die Tiere unter Druck geraten. Da in den vergangenen Monaten immer mehr Totfunde gemeldet wurden, steht in diesem Jahr der Fink im Mittelpunkt. Im vergangenen Jahr haben rund 6.400 Niedersachsen mehr als 135.000 Vögel gemeldet. Alle Infos, um mitzumachen, gibt es hier:
So funktioniert die Teilnahme: Gezählt wird an einem beliebigen Tag vom 8. bis 10. Mai eine Stunde lang. Beobachtet werden kann im Garten, im Park, auf dem Balkon oder vom Fenster aus. Von jeder Vogelart wird die höchste Anzahl notiert, die innerhalb dieser Stunde gleichzeitig zu sehen war. Wer also erst zwei Amseln und später drei Amseln sieht, meldet drei Amseln.
Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de oder über die kostenlose App „NABU-Vogelwelt“ gemeldet werden. Meldeschluss ist der 18. Mai 2026. Auf der NABU-Webseite stehen außerdem Bestimmungshilfen, Porträts häufiger Gartenvögel, ein Vogeltrainer und aktuelle Zwischenstände zur Verfügung.
Auch Kinder können die Vogelwelt entdecken
Auch Kinder können mitmachen: Für Schulen, Kitas und Kindergruppen bietet die NAJU vom 4. bis 8. Mai die „Schulstunde der Gartenvögel“ an. Dabei können junge Naturforscherinnen und Naturforscher Vögel auf dem Schulhof, im Garten oder im nahegelegenen Park entdecken und melden.
Hintergrund
Die „Stunde der Gartenvögel“ ist eine der größten wissenschaftlichen Mitmachaktionen Deutschlands. Sie wird vom NABU und dem LBV organisiert und findet 2026 bereits zum 22. Mal statt. Die Ergebnisse zeigen langfristige Trends bei häufigen Vogelarten im Siedlungsraum und machen sichtbar, wie sich Gärten, Parks und Grünflächen als Lebensräume verändern.
Mehr Infos: www.stundedergartenvoegel.de
