VW-Dieselskandal: Gerichtsverfahren wird Mitte November in Braunschweig fortgesetzt

Nach dem ersten Urteil mit langen Haftstrafen geht die Aufarbeitung des VW-Dieselskandals mit einem weiteren Mammutverfahren weiter. Am 17. November beginnt in Braunschweig der Prozess gegen fünf Angeklagte, wie das Landgericht Braunschweig mitteilt. Für das Verfahren wurden mehr als 100 Verhandlungstage bis Ende 2026 angesetzt.

Bei den Beschuldigten handle es sich um fünf zum Teil ehemalige Mitarbeiter von VW, denen gewerbsmäßiger Betrug und andere Straftaten vorgeworfen würden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wirft ihnen den Angaben zufolge vor, als VW-Führungskräfte dafür verantwortlich gewesen zu sein, dass Behörden und Kunden in Europa und den USA jahrelang über die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen getäuscht worden seien. Im September 2015 war herausgekommen, dass VW statt des Einsatzes teurerer Abgastechnik die Messwerte fälschte. Software sorgte dafür, dass bei Tests voll gereinigt wurde, im Straßenbetrieb jedoch ein Vielfaches der Emissionen auftrat.